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Ballaststoffe: Bedarf und Vorteile

von: Michael Wichert - - Erhalte Gratis Updates über neue Artikel HIER

Ja, wir sollten mehr Ballaststoffe zu uns nehmen. Aber was sind Ballaststoffe überhaupt?

Ballaststoffe verbessern die Blutzuckerwerte.

Ballaststoffe sind Bestandteile von Pflanzen und man findet sie in größeren Mengen in Bohnen und Linsen (aber auch in Gemüse, Getreide und Obst).

Bezüglich der Klassifizierung ordnet man sie den Kohlenhydraten zu.

Ballaststoffe beeinflussen sehr stark die Darmtätigkeit. Der Körper kann mit seinen Enzymen Ballaststoffe kaum zersetzen und sie gelangen daher unverdaut in den Darmtrakt.

Im Darm lebende Bakterien verwerten einen Teil der Ballaststoffe und gedeihen so prächtig.

Ergebnisse davon:

  • ein stärkeres Sättigungsgefühl, weil restliche Ballaststoffe Wasser binden
  • verstärkte Stuhlbildung, der zu einem wesentlichen Anteil aus den Darmbakterien besteht durch den Abbau der Ballaststoffe produzierte Fettsäuren nähren die Zellen der Darmwände und sorgen so für eine intakte Darmflora

Lösliche und Unlösliche Ballaststoffe

Man teilt Ballaststoffe in 2 große Gruppen auf: Lösliche und Unlösliche Ballaststoffe.

Generell enthalten die meisten Pflanzen beide Sorten von Ballaststoffen, also lösliche und unlösliche.

Lösliche Ballaststoffe helfen den Blut-Cholesterin-Spiegel zu senken. Von allen Getreidesorten enthält Hafer den größten Anteil an löslichen Ballaststoffen.

Weitere Lebensmittel mit größeren Mengen löslicher Ballaststoffe:

  • Bohnen
  • Erbsen
  • Zitrusfrüchte
  • Gerste
  • Erdbeeren

Unlösliche Ballaststoffe zeigen keine Wirkung auf den Cholesterinspiegel. Aber auch sie unterstützen die Darmtätigkeit.

Lebensmittel mit höheren Anteilen unlöslicher Ballaststoffe sind:

  • Vollkornbrote
  • Karotten
  • Schale des Apfels
  • Blumenkohl
  • Weißkohl

Vorteile von Ballaststoffen

Ballaststoffe wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Sie reduzieren den Cholesterinspiegel, verbessern die Blutzuckerwerte und fördern die Darmaktivitäten.

Die Leber nutzt Cholesterin zur Produktion von Gallensäure. Wasserlösliche Ballaststoffe binden jedoch die Gallensäure. Somit muss die Leber mehr Gallensäure bilden und verbraucht mehr Cholesterin.

Der Cholesterinspiegel im Blut sinkt.

Dank der Ballaststoffe verweilt die Nahrung länger im Magen. So verzögert sich die Aufnahme der Glukose . . . die Gefahr an Diabetes Typ 2 zu erkranken sinkt.

Außerdem hält auf Grund der Ballaststoffe das Sättigungsgefühl länger an. Ideal für Personen, die auf ihre Figur achten möchten.

Ballaststoffe wirken sich auch günstig auf das Gleichgewicht der Darmbakterien aus. Freundliche Bakterien blühen auf, während schädliche Bakterien zurückgedrängt werden. Das Resultat: Ein gestärktes Immunsystem.

Bedarf an Ballaststoffen

Als Erwachsener sollte man täglich 25 bis 30 Gramm Ballaststoffe zu sich nehmen. Und das möglichst über eine größere Bandbreite an Lebensmitteln. Der durchschnittliche Erwachsene bekommt jedoch nur 15 Gramm pro Tag.

Man vermutet, dass die Zunahme an Erkrankungen auf diese Minderversorgung zurückzuführen ist. Zu den negativen Folgen gehören: Darmkrebs, ungünstige Cholesterinwerte und Fettleibigkeit.

Die Verarbeitung von Getreide, Obst und Gemüse führt leider zu deutlichen Verlusten an Ballaststoffen. In Frucht- und Gemüsesäften sind beispielsweise kaum noch Ballaststoffe enthalten.

Achten Sie bei der Ernährung daher darauf, die ganze Frucht / das ganze Korn zu essen.

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